In den Wäldern von Maine

In den Wäldern von Maine
Photo by Richie Bettencourt / Unsplash

Die Luft schmeckt nach Harz und feuchter Erde. Hohe Kiefern und Fichten stehen wie stille Riesen, ihre Kronen verschwinden im Morgennebel. Hier draussen, fernab von Strassen und Stimmen, fühlt sich die Welt noch ursprünglich an.

Jeder Schritt auf dem nadelbedeckten Boden knirscht leise. Ab und zu hört man nur den Wind in den Wipfeln und das ferne Krächzen eines Raben. Am Ufer eines verborgenen Sees findet man die grossen Abdrücke von Elchen, im Unterholz raschelt es manchmal – vielleicht ein Luchs, vielleicht nur der Wald selbst.

Maine lehrt einen Demut. Die Wälder sind schön, aber sie verzeihen keine Fehler. Ein falscher Pfad, dichter Nebel oder ein plötzlicher Regenguss erinnern dich schnell daran, wer hier wirklich zu Hause ist.

Und genau das macht sie so besonders. In dieser Stille spürt man wieder, was in der Stadt verloren geht: das Gefühl, klein und gleichzeitig Teil von etwas Riesigem und Lebendigem zu sein.

Wer schon einmal allein durch alte Wälder gewandert ist – kennt ihr dieses Gefühl auch?