Wenn es dunkel wird...
kehrt Ruhe ein. Und die Krimi-Autoren setzen sich an ihre Schreibtische.
Es klingt fast nach einer Szene aus einem klassischen Krimi‑Roman: Das Zwielicht senkt sich, die Stadt beruhigt sich, und die Autoren beginnen, ihre nächsten Rätsel zu spinnen.
Ich bin wohl nicht der einzige Krimi‑Autor der genau diese ruhige Abendstunde nutzt, um die Handlung zu planen, Figuren zu entwickeln oder den entscheidenden Plot‑Twist zu finden. Die Stille lässt Raum für das Nachdenken über Motive, Alibis und überraschende Wendungen, die später die Leser fesseln.
Warum die Abend‑ bzw. Dämmerungsstunde besonders gut funktioniert:
Reduzierte äussere Reize
Sobald das Tageslicht abnimmt, gehen viele Menschen in einen natürlicheren Entspannungsmodus über. Das Gehirn kann sich stärker auf interne Prozesse, wie Ideen, Assoziationen und strukturelle Überlegungen, konzentrieren.
Stimmungsverstärkung durch Licht
Das schummrige Licht erzeugt eine leicht melancholische, manchmal sogar leicht unheimliche Atmosphäre. Diese Stimmung passt hervorragend zu Themen wie Geheimnissen, Verbrechen und moralischen Grauzonen, die im Krimi‑Genre zentral sind.
Zeitlicher Abstand zum Arbeitstag
Der Übergang von beruflichen Verpflichtungen zu einer kreativen Tätigkeit schafft einen mentalen „Reset“. Viele Autoren berichten, dass sie nach einem langen Tag leichter in die Rolle ihrer Figuren schlüpfen können, weil sie bereits hinter den alltäglichen Aufgaben zurückgelassen haben.
Dazu noch eine frisch aufgebrühte Tasse Tee, einen aufgeräumten Arbeitsplatz und los kann sie gehen, die Reise in die nächste Geschichte.
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