Warum Donuts ein Loch brauchen

Warum Donuts ein Loch brauchen
Foto von Kobby Mendez auf Unsplash

Heute nehmen wir es mal nicht ganz so ernst und widmen uns dem Lieblingsgebäck (nicht nur) amerikanischer Polizisten. Auch in meinen Geschichten findet es sich wieder: Das „Kaffee-Donut-Cop“-Klischee. Man stelle sich einen Polizisten vor, der während seiner Schicht an seinem Schreibtisch sitzt, eine Tasse Kaffe trinkt und einen Donut nascht. Dieses Bild symbolisiert Wachsamkeit (Kaffee), eine kleine Belohnung im stressigen Arbeitsalltag (Donut) und die menschliche Seite des Gesetzeshüters. Es ist visuell einfach umzusetzen und greift auf die reale Praxis zurück, dass viele Polizeistationen von Donut‑Shops umgeben sind. Das Motiv bietet zudem komödiantisches Potenzial und schafft einen Kontrast zwischen Routine und den dramatischen Ereignissen des Polizeialltags. Genau deshalb wurde es zu einem einprägsamen Wiedererkennungsmerkmal in zahlreichen Krimis und Polizeiserien.

Aber dahinter steckt auch ein Geheimnis: Das Geheimnis des perfekten Donuts steckt nämlich tatsächlich im Loch! 🍩

Und zwar nicht nur metaphorisch oder philosophisch (wie David Lynch sagen würde: „Konzentrier dich auf den Donut, nicht auf das Loch“), sondern ganz praktisch und wissenschaftlich-kulinarisch. Denn ohne Loch wäre der klassische Donut ein dicker, runder Teigklumpen!

Beim Frittieren passiert nämlich Folgendes: Die Aussenseite kommt sofort mit dem heissen Öl in Kontakt und wird blitzschnell knusprig, goldbraun und lecker. Die Mitte (der dickste Teil) braucht viel länger, bis die Hitze durchdringt. Ergebnis: entweder verbrennt die Kruste, bis der Kern gar ist, oder der Kern bleibt teigig-roh und fettig-eklig.

Das Loch löst das genial einfach: Es entfernt genau den problematischsten Teil (die dickste Zone) - die Teigmasse wird überall gleich dünn (nur noch ein Ring). Die Hitze erreicht die Teigmasse von innen und aussen gleichzeitig. Das bedeutet perfektes, gleichmässiges Garen in kürzerer Zeit. Das Ergebnis: durchgängig fluffig-weich innen, kross aussen, ohne rohe Stellen oder verbrannte Stücke.

Das Loch ist kein Makel, sondern das entscheidende Feature, das aus einem netten frittierten Teigklumpen den perfekten Donut gemacht hat. Ohne Loch gäb’s keinen echten Donut, wie wir ihn lieben. Punkt.

Und nun gehe ich in die Küche und hole mir einen.